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% introduction.tex
% Copyright (c) Markus Kohm, 2001-2019
%
% This file is part of the LaTeX2e KOMA-Script bundle.
%
% This work may be distributed and/or modified under the conditions of
% the LaTeX Project Public License, version 1.3c of the license.
% The latest version of this license is in
% http://www.latex-project.org/lppl.txt
% and version 1.3c or later is part of all distributions of LaTeX
% version 2005/12/01 or later and of this work.
%
% This work has the LPPL maintenance status "author-maintained".
%
% The Current Maintainer and author of this work is Markus Kohm.
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% This work consists of all files listed in manifest.txt.
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% introduction.tex
% Copyright (c) Markus Kohm, 2001-2019
%
% Dieses Werk darf nach den Bedingungen der LaTeX Project Public Lizenz,
% Version 1.3c, verteilt und/oder veraendert werden.
% Die neuste Version dieser Lizenz ist
% http://www.latex-project.org/lppl.txt
% und Version 1.3c ist Teil aller Verteilungen von LaTeX
% Version 2005/12/01 oder spaeter und dieses Werks.
%
% Dieses Werk hat den LPPL-Verwaltungs-Status "author-maintained"
% (allein durch den Autor verwaltet).
%
% Der Aktuelle Verwalter und Autor dieses Werkes ist Markus Kohm.
%
% Dieses Werk besteht aus den in manifest.txt aufgefuehrten Dateien.
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% Introduction of the KOMA-Script guide
% Maintained by Markus Kohm
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%
% Einleitung der KOMA-Script-Anleitung
% Verwaltet von Markus Kohm
%
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\KOMAProvidesFile{introduction.tex}
[$Date: 2019-10-21 10:41:13 +0200 (Mon, 21 Oct 2019) $
KOMA-Script guide introduction]
\chapter{Einleitung}
\labelbase{introduction}
Dieses Kapitel enthält \iffree{unter anderem }{}wichtige Informationen über
den Aufbau \iffree{der Anleitung}{des Buches} und die Geschichte von
\KOMAScript, die Jahre vor der ersten Version beginnt. Darüber hinaus finden
Sie Informationen für den Fall, dass Sie %
\iffalse % Umbruchkorreturauslassung
\KOMAScript{} noch nicht installiert haben, oder %
\fi%
auf Fehler stoßen.
\iffree{%
\section{Vorwort}
\seclabel{preface}
{\KOMAScript} ist ein sehr komplexes Paket (engl. \emph{bundle}). Dies
ist schon allein darin begründet, dass es nicht nur aus einer einzigen
Klasse (engl. \emph{class}) oder einem einzigen Paket (engl.
\emph{package}), sondern einer Vielzahl derer besteht. Zwar sind die
Klassen als Gegenstücke zu den Standardklassen konzipiert (siehe
\autoref{cha:maincls}), das heißt jedoch insbesondere nicht,
dass sie nur über die Befehle, Umgebungen und Einstellmöglichkeiten
der Standardklassen verfügen oder deren Aussehen als
Standardeinstellung übernehmen.
Die Fähigkeiten von {\KOMAScript} reichen
teilweise weit über die Fähigkeiten der Standardklassen hinaus.
Manche davon sind auch als Ergänzung zu den Grundfähigkeiten des
\LaTeX-Kerns zu betrachten.
Allein aus dem Vorgenannten ergibt sich schon zwangsläufig, dass die
Dokumentation zu {\KOMAScript} sehr umfangreich ausfällt. Hinzu kommt,
dass {\KOMAScript} in der Regel nicht gelehrt wird. Das heißt, es gibt
keinen Lehrer, der seine Schüler kennt und damit den Unterricht und
das Unterrichtsmaterial entsprechend wählen und anpassen kann. Es wäre
ein Leichtes, die Dokumentation für irgendeine Zielgruppe zu
verfassen. Die Schwierigkeit, der sich der Autor gegenüber sieht,
besteht jedoch darin, dass eine Anleitung für alle möglichen
Zielgruppen benötigt wird. Ich habe mich bemüht, eine Anleitung zu
erstellen, die für den Informatiker gleichermaßen geeignet ist wie für
die Sekretärin des Fischhändlers. Ich habe mich bemüht, obwohl es sich
dabei eigentlich um ein unmögliches Unterfangen handelt. Ergebnis sind
zahlreiche Kompromisse. Ich bitte jedoch, die Problematik bei
eventuellen Beschwerden zu berücksichtigen und bei der Verbesserung
der derzeitigen Lösung zu helfen.
Trotz des Umfangs der Anleitung bitte ich außerdem darum, im Falle von
Problemen zunächst die Dokumentation zu konsultieren. Als erste Anlaufstelle
sei auf den mehrteiligen Index am Ende des \iffree{Dokuments}{Buches}
hingewiesen. \iffree{Zur Dokumentation gehören neben dieser Anleitung auch
alle Text-Dokumente, die Bestandteil des Pakets sind. Sie sind in
\File{manifest.txt} vollständig aufgeführt}{}
}{}
\section{Dokumentaufbau}
\seclabel{structure}
Diese Anleitung ist in mehrere Teile untergliedert. Es gibt einen Teil für
Anwender, einen für fortgeschrittene Anwender und Experten und einen Anhang
mit weiterführenden Informationen und Beispielen für diejenigen, die es ganz
genau wissen wollen.
\autoref{part:forAuthors} richtet sich dabei an alle \KOMAScript-Anwender. Das
bedeutet, dass hier auch einige Informationen für \LaTeX-Neulinge zu finden
sind. Insbesondere ist dieser Teil mit vielen Beispielen angereichert, die dem
reinen Anwender zur Verdeutlichung der Erklärungen dienen sollen. Scheuen Sie
sich nicht, diese Beispiele selbst auszuprobieren und durch Abwandlung
herauszufinden, wie \KOMAScript{} funktioniert. Trotz allem ist diese
Anleitung jedoch keine Einführung in \LaTeX. \LaTeX-Neulingen seien daher
Dokumente wie \cite{l2kurz} nahegelegt. Wiedereinsteigern aus der Zeit von
\LaTeX~2.09 sei zumindest \cite{latex:usrguide} empfohlen. Auch das Studium des
einen oder anderen Buches zu \LaTeX{} wird empfohlen. Literaturempfehlungen
finden sich beispielsweise in \cite{DANTE:FAQ}. Der Umfang von
\cite{DANTE:FAQ} ist ebenfalls erheblich. Dennoch wird darum gebeten, sich
einen groben Überblick darüber zu verschaffen und es bei Problemen ebenso wie
\iffree{diese Anleitung}{dieses Buch} zu konsultieren.
\autoref{part:forExperts} richtet sich an fortgeschrittene
\KOMAScript-Anwender. Das sind all diejenigen, die sich bereits mit \LaTeX{}
auskennen oder schon einige Zeit mit \KOMAScript{} gearbeitet haben und jetzt
etwas besser verstehen wollen, wie \KOMAScript{} funktioniert, wie es mit
anderen Paketen interagiert und wie man speziellere Aufgaben mit \KOMAScript{}
lösen kann. Hierzu werden die Klassenbeschreibungen aus
\autoref{part:forAuthors} in einigen Aspekten nochmals aufgegriffen und näher
erläutert. Dazu kommt die Dokumentation von Anweisungen, die speziell für
fortgeschrittene Anwender und Experten vorgesehen sind. Ergänzt wird dies
durch die Dokumentation von Paketen, die für den Anwender normalerweise insofern
verborgen sind, als sie unter der Oberfläche der Klassen und Anwenderpakete
ihre Arbeit verrichten. Diese Pakete sind ausdrücklich auch für die Verwendung
durch andere Klassen- und Paketautoren vorgesehen.
Der Anhang\iffree{, der nur in der Buchfassung zu finden ist,}{} richtet sich
an diejenigen, denen all diese Informationen nicht genügen. Es gibt dort zum
einen Hintergrundwissen zu Fragen der Typografie, mit denen dem
fortgeschrittenen Anwender eine Grundlage für fundierte eigene Entscheidungen
vermittelt werden soll. Darüber hinaus sind dort Beispiele für angehende
Paketautoren zu finden. Diese Beispiele sind weniger dazu gedacht, einfach
übernommen zu werden. Vielmehr sollen sie Wissen um Planung und Durchführung
von \LaTeX-Projekten sowie einige grundlegende \LaTeX-Anweisungen für
Paketautoren vermitteln.
Die Kapitel-Einteilung der Anleitung soll ebenfalls dabei
helfen, nur die Teile lesen zu müssen, die tatsächlich von Interesse sind. Um
dies zu erreichen, sind die Informationen zu den einzelnen Klassen und Paketen
nicht über das gesamte Dokument verteilt, sondern jeweils in einem Kapitel
konzentriert. Querverweise in ein anderes Kapitel sind damit in der Regel auch
Verweise auf einen anderen Teil des Gesamtpakets. Da die drei Hauptklassen in
weiten Teilen übereinstimmen, sind sie in einem gemeinsamen Kapitel
zusammengefasst. Die Unterschiede werden deutlich hervorgehoben, soweit
sinnvoll auch durch eine entsprechende Randnotiz. Dies geschieht
beispielsweise wie hier, wenn etwas nur die Klasse
\Class{scrartcl}\OnlyAt{\Class{scrartcl}} betrifft. Nachteil dieses Vorgehens
ist, dass diejenigen, die \KOMAScript{} insgesamt kennenlernen wollen, in
einigen Kapiteln auf bereits Bekanntes stoßen werden. Vielleicht nutzen Sie
die Gelegenheit, um Ihr Wissen zu vertiefen.
Unterschiedliche Schriftarten werden auch zur Hervorhebung unterschiedlicher
Dinge verwendet. So werden die Namen von \Package{Paketen} und \Class{Klassen}
anders angezeigt als \File{Dateinamen}. \Option{Optionen}, \Macro{Anweisungen},
\Environment{Umgebungen}, \Variable{Variablen} und
\PLength{Pseudolängen} werden einheitlich hervorgehoben. Der
\PName{Platzhalter} für einen Parameter wird jedoch anders dargestellt als ein
konkreter \PValue{Wert} eines Parameters. So zeigt etwa
\Macro{begin}\Parameter{Umgebung}, wie eine Umgebung ganz allgemein
eingeleitet wird, wohingegen \Macro{begin}\PParameter{document} angibt, wie die
konkrete Umgebung \Environment{document} beginnt. Dabei ist dann
\PValue{document} ein konkreter Wert für den Parameter \PName{Umgebung}
der Anweisung \Macro{begin}.
\iffalse% Umbruchkorrekturtext
Damit sollten Sie nun alles wissen, um diese Anleitung lesen und verstehen zu
können. Trotzdem könnte es sich lohnen, den Rest dieses Kapitels gelegentlich
auch zu lesen.
\fi
\section{Die Geschichte von \KOMAScript}
\seclabel{history}
%\begin{Explain}
Anfang der 1990er~Jahre wurde Frank Neukam damit beauf"|tragt, ein
Vorlesungsskript zu setzen. Damals war noch \LaTeX~2.09 aktuell und
es gab keine Unterscheidung nach Klassen und Paketen, sondern alles
waren Stile (engl. \emph{styles}). Die Standarddokumentstile
erschienen ihm für ein Vorlesungsskript nicht optimal und boten auch
nicht alle Befehle und Umgebungen, die er benötigte.
Zur selben Zeit beschäftigte sich Frank auch mit Fragen der
Typografie, insbesondere mit \cite{JTsch87}. Damit stand für ihn
fest, nicht nur irgendeinen Dokumentstil für Skripten zu erstellen,
sondern allgemein eine Stilfamilie, die den Regeln der europäischen
Typografie folgt. {\Script} war geboren.
Der \KOMAScript-Autor traf auf {\Script} ungefähr zum Jahreswechsel
1992/""1993. Im Gegensatz zu Frank Neukam hatte er häufig mit Dokumenten im
A5-Format zu tun. Zu jenem Zeitpunkt wurde A5 weder von den Standardstilen
noch von {\Script} unterstützt. Daher dauerte es nicht lange, bis er erste
Veränderungen an {\Script} vornahm. Diese fanden sich auch in {\ScriptII}
wieder, das im Dezember~1993 von Frank veröffentlicht wurde.
Mitte 1994 erschien dann \LaTeXe. Die damit einhergehenden Änderungen waren
tiefgreifend. Daher blieb dem Anwender von {\ScriptII} nur die Entscheidung,
sich entweder auf den Kompatibilitätsmodus von \LaTeX{} zu beschränken oder
auf {\Script} zu verzichten. Wie viele andere wollte ich beides nicht. Also
machte der \KOMAScript-Autor sich daran, einen \Script-Nachfolger für
{\LaTeXe} zu entwickeln, der am 7.~Juli~1994 unter dem Namen {\KOMAScript}
erschienen ist. Ich will hier nicht näher auf die Wirren eingehen, die es um
die offizielle Nachfolge von {\Script} gab und warum dieser neue Name
gewählt wurde. Tatsache ist, dass auch aus Franks Sicht {\KOMAScript} der
Nachfolger von {\ScriptII} ist. Zu erwähnen ist noch, dass {\KOMAScript}
ursprünglich ohne Briefklasse erschienen war. Diese wurde im Dezember~1994
von Axel Kielhorn beigesteuert. Noch etwas später erstellte Axel Sommerfeldt
den ersten richtigen scrguide zu {\KOMAScript}.
Seither ist einige Zeit vergangen. {\LaTeX} hat sich kaum verändert, die
\LaTeX-Landschaft erheblich. {\KOMAScript} wurde weiterentwickelt. Es findet
nicht mehr allein im deutschsprachigen Raum Anwender, sondern in ganz
Europa, Nordamerika, Australien und Asien. Diese Anwender suchen bei
{\KOMAScript} nicht allein nach einem typografisch ansprechenden
Ergebnis. Zu beobachten ist vielmehr, dass bei {\KOMAScript} ein neuer
Schwerpunkt entstanden ist: Flexibilisierung durch Variabilisierung. Unter
diesem Schlagwort verstehe ich die Möglichkeit, in das Erscheinungsbild an
vielen Stellen eingreifen zu können. Dies führte zu vielen neuen Makros, die
mehr schlecht als recht in die ursprüngliche Dokumentation integriert wurden.
Irgendwann wurde es damit auch Zeit für eine komplett überarbeitete
Anleitung.
%\end{Explain}
\iffree{%
\section{Danksagung}
\seclabel{thanks}
Mein persönlicher Dank gilt Frank Neukam, ohne dessen \Script-Familie es
vermutlich {\KOMAScript} nie gegeben hätte. Mein Dank gilt denjenigen, die an
der Entstehung von {\KOMAScript} und den Anleitungen mitgewirkt
haben. Dieses Mal danke ich Elke, Jana, Ben und Edoardo stellvertretend für
Beta-Test und Kritik. Ich hoffe, ihr macht damit noch weiter.
Ganz besonderen Dank bin ich den Gründern und den Mitgliedern von DANTE,
Deutschsprachige Anwendervereinigung \TeX~e.V\kern-.18em., schuldig, durch die
letztlich die Verbreitung von \TeX{} und \LaTeX{} und allen Paketen
einschließlich {\KOMAScript} an einer zentralen Stelle überhaupt ermöglicht
wird. In gleicher Weise bedanke ich mich bei den aktiven Helfern auf der
Mailingliste \texttt{\TeX-D-L} (siehe \cite{DANTE:FAQ})m in der Usenet-Gruppe
\texttt{de.comp.text.tex} und den vielen \LaTeX-Foren im Internet, die mir so
manche Antwort auf Fragen zu {\KOMAScript} abnehmen.
Mein Dank gilt aber auch allen, die mich immer wieder aufgemuntert haben,
weiter zu machen und dieses oder jenes noch besser, weniger fehlerhaft oder
schlicht zusätzlich zu implementieren. Ganz besonders bedanke ich mich noch
einmal bei dem äußerst großzügigen Spender, der mich mit dem bisher und
vermutlich für alle Zeiten größten Einzelbetrag für die bisher geleistete
Arbeit an \KOMAScript{} bedacht hat.
\section{Rechtliches}
\seclabel{legal}
{\KOMAScript} steht unter der {\LaTeX} Project Public Licence. Eine nicht
offizielle deutsche Übersetzung ist Bestandteil des \KOMAScript-Pakets. In
allen Zweifelsfällen gilt im deutschsprachigen Raum der Text
\File{lppl-de.txt}, während in allen anderen Ländern der Text \File{lppl.txt}
anzuwenden ist.
\iffree{Für die Korrektheit der Anleitung, Teile der Anleitung oder einer
anderen in diesem Paket enthaltenen Dokumentation wird keine Gewähr
übernommen.}%
{Diese gedruckte Ausgabe der Anleitung ist davon und von den in den Dateien
\File{lppl.txt} und \File{lppl-de.txt} des \KOMAScript-Pakets
festgeschriebenden rechtlichen Bedingungen ausdrücklich ausgenommen.}
}{}
\section{Installation}
\seclabel{installation}
Die drei wichtigsten \TeX-Distributionen, Mac\TeX, MiK\TeX{} und \TeX~Live,
stellen \KOMAScript{} über ihre jeweiligen Paketverwaltungen bereit. Es wird
empfohlen, die Installation und Aktualisierung von \KOMAScript{} darüber
vorzunehmen. Die manuelle Installation von {\KOMAScript} ohne Verwendung der
jeweiligen Paketverwaltung wird in der Datei \File{INSTALLD.txt}, die
Bestandteil jeder \KOMAScript-Verteilung ist, beschrieben. Beachten Sie dazu
auch die jeweilige Dokumentation zur installierten \TeX-Distribution.
Daneben gibt es auf \cite{homepage} seit einiger Zeit Installationspakete von
Zwischenversionen von \KOMAScript{} für die wichtigsten Distributionen. Für
deren Installation ist die dortige Anleitung zu beachten.
\section{Fehlermeldungen, Fragen, Probleme}
\seclabel{errors}
\iffree{%
Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie einen Fehler in der Anleitung, einer
der \KOMAScript-Klassen, einem der \KOMAScript-Pakete oder einem anderen
Bestandteil von \KOMAScript{} gefunden haben, so sollten Sie wie folgt
vorgehen. Prüfen Sie zunächst, ob inzwischen eine neue Version von
\KOMAScript{} erschienen ist. Installieren Sie diese neue Version und
kontrollieren Sie, ob der Fehler oder das Problem auch dann noch vorhanden
ist.
Wenn es sich nicht um einen Fehler in der Dokumentation handelt und der
Fehler oder das Problem nach einem Update noch immer auf"|tritt, erstellen
Sie bitte, wie in \cite{DANTE:FAQ} angegeben, ein minimales Beispiel. Gehen
Sie dazu wie unten beschrieben vor.
% Ein solches Beispiel sollte nur einen minimalen Text und nur die Pakete
% und Definitionen enthalten, die für die Verdeutlichung des Fehlers
% unbedingt notwendig sind. Auf exotische Pakete sollte möglichst ganz
% verzichtet werden.
Oft lässt sich ein Problem durch ein minimales Beispiel so weit eingrenzen,
dass bereits vom Anwender selbst festgestellt werden kann, ob es sich um
einen Anwendungsfehler handelt oder nicht. Auch ist so sehr häufig zu
erkennen, welche Pakete oder Klassen konkret das Problem verursachen und ob
es sich überhaupt um ein \KOMAScript-Problem handelt. Dies können Sie
gegebenenfalls zusätzlich überprüfen, indem Sie statt einer
\KOMAScript-Klasse einen Test mit der entsprechenden Standardklasse
vornehmen. Danach ist dann auch klar, ob der Fehlerbericht an den Autor von
\KOMAScript{} oder an den Autor eines anderen Pakets zu richten ist. Sie
sollten spätestens jetzt noch einmal gründlich die Anleitungen der
entsprechenden Paket, Klassen und \KOMAScript-Bestandteile studieren sowie
\cite{DANTE:FAQ} konsultieren. Möglicherweise existiert ja bereits eine
Lösung für Ihr Problem, so dass sich eine Fehlermeldung erübrigt.
Wenn Sie denken, dass Sie einen noch unbekannten Fehler gefunden haben, oder
es aus anderem Grund für sinnvoll oder notwendig erachten, den
\KOMAScript-Autor zu kontaktieren, so sollten Sie dabei folgende Angaben
keinesfalls vergessen:
\begin{itemize}
\item Tritt das Problem auch auf, wenn statt einer \KOMAScript-Klasse eine
Standardklasse verwendet wird? In dem Fall liegt der Fehler höchst
wahrscheinlich nicht bei \KOMAScript. Es ist dann sinnvoller, die Frage in
einem öffentlichen Forum, einer Mailingliste oder im Usenet zu stellen.
\item Welche \KOMAScript-Version verwenden Sie? Entsprechende Informationen
finden Sie in der \File{log}-Datei des \LaTeX-Laufs jedes Dokuments, das
eine \KOMAScript-Klasse verwendet.
\item Welches Betriebssystem und welche \TeX-Distribution wird verwendet?
Diese Angaben erscheinen bei einem bestriebssystemunabhängigen Paket wie
\KOMAScript{} oder \LaTeX{} eher überflüssig. Es zeigt sich aber immer
wieder, dass sie durchaus eine Rolle spielen können.
\item Was genau ist das Problem oder der Fehler? Beschreiben Sie das Problem
oder den Fehler lieber zu ausführlich als zu knapp. Oftmals ist es
sinnvoll auch die Hintergründe zu erläutern.
\item Wie sieht ein vollständiges Minimalbeispiel aus? Ein solches
vollständiges Minimalbeispiel kann jeder leicht selbst erstellen, indem
Schritt für Schritt Inhalte und Pakete aus dem Problemdokument
auskommentiert werden. Am Ende bleibt ein Dokument, das nur die Pakete
lädt und nur die Teile enthält, die für das Problem notwendig
sind. Außerdem sollten alle geladenen Abbildungen durch
\Macro{rule}-Anweisungen entsprechender Größe ersetzt werden. Vor dem
Verschicken entfernt man nun die auskommentierten Teile, fügt als erste
Zeile die Anweisung \Macro{listfiles} ein und führt einen weiteren
\LaTeX-Lauf durch. Man erhält dann am Ende der \File{log}-Datei eine
Übersicht über die verwendeten Pakete. Das vollständige Minimalbeispiel
und die \File{log}-Datei fügen Sie ihrer Beschreibung hinzu.
\end{itemize}
Schicken Sie keine Pakete, PDF- oder PS- oder DVI-Dateien mit. Falls die
gesamte Problem- oder Fehlerbeschreibung einschließlich Minimalbeispiel und
\File{log}-Datei größer als ein paar Dutzend KByte ist, haben Sie mit
größter Wahrscheinlichkeit etwas falsch gemacht. Anderenfalls schicken Sie
Ihre Mitteilung an \href{mailto:komascript@gmx.info}{komascript@gmx.info}.
Häufig werden Sie eine Frage zu \KOMAScript{} oder im Zusammenhang mit
\KOMAScript{} lieber öffentlich, beispielsweise in \texttt{de.comp.text.tex}
oder dem Forum auf \cite{homepage}, stellen wollen. Auch in diesem Fall
sollten Sie obige Punkte beachten, in der Regel jedoch auf die
\File{log}-Datei verzichten. Fügen Sie stattdessen nur die Liste der Pakete
und Paketversionen aus der \File{log}-Datei an. Im Falle einer Fehlermeldung
zitieren Sie diese ebenfalls aus der \File{log}-Datei.%
}{%
Der Autor hat sich große Mühe gegeben, Fehler in diesem Buch zu
vermeiden. Die Beispiele, die in diesem Buch abgedruckt sind, wurden
größtenteils während ihrer Entstehung getestet. Leider sind trotzdem weder
orthografische noch inhaltliche Fehler komplett auszuschließen. Sollten Sie
Fehler in diesem Buch finden, so melden Sie diese bitte über die
\KOMAScript-Support-Adresse, \mbox{komascript@gmx.info}, oder über
\cite{homepage} an den Autor.
Bei Fehlern an \KOMAScript{} selbst beachten Sie bitte die Prozedur, die in
der Einleitung der freien \KOMAScript-Anleitung erklärt ist. Nur so ist
sichergestellt, dass das Problem auch reproduziert werden kann. Dies ist
für die Beseitigung eventueller Fehler eine Grundvoraussetzung.%
}
Bitte beachten Sie, dass typografisch nicht optimale Voreinstellungen keine
Fehler darstellen. Aus Gründen der Kompatibilität werden Voreinstellungen nach
Möglichkeit auch in neuen \KOMAScript-Versionen beibehalten. Darüber hinaus
ist Typografie auch eine Frage der Sprache und Kultur. Die Voreinstellungen
von \KOMAScript{} stellen daher zwangsläufig einen Kompromiss dar.
\iffree{%
\section{Weitere Informationen}
\seclabel{moreinfos}
Sobald Sie im Umgang mit \KOMAScript{} geübt sind, werden Sie sich
möglicherweise Beispiele zu schwierigeren Aufgaben wünschen. Solche Beispiele
gehen über die Vermittlung von Grundwissen hinaus und sind daher\iffree{}{
außer im Angang} nicht Bestandteil dieser Anleitung. Auf den Internetseiten
des \KOMAScript{} Documentation Projects \cite{homepage} finden Sie jedoch
weiterführende Beispiele. Diese sind für fortgeschrittene \LaTeX-Anwender
konzipiert. Für Anfänger sind sie wenig oder nicht geeignet.
}{}
\endinput
%%% Local Variables:
%%% mode: latex
%%% mode: flyspell
%%% coding: utf-8
%%% ispell-local-dictionary: "de_DE"
%%% TeX-master: "../guide.tex"
%%% End:
% LocalWords: Installationspakete Zwischenversionen Wiedereinsteigern
% LocalWords: Kompatibilitätsmodus